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Fotoprojekt „Wofür stehst du morgens auf?“ (9/10)

Veröffentlicht am 08.10.2018

Tatiana Minakova, Experimentatorin

Bachelor-Arbeit im Bereich Information und Kommunikation, Fachbereich: Visuelle Kommunikation

 

Anastasia: da ich Jura studiere, würde ich diese Frage gerne einmal in einem eher weitergefassten und einmal in einem sehr konkreten Kontext beantworten. Der konkrete Teil meiner Antwort lautet: ich stehe morgens auf, um sofort meinen Vater anzurufen und um ihn zu fragen, wie es ihm geht. Ich hatte in letzter Zeit einige belastende Erlebnisse in meinem Leben, die dazu geführt haben, dass ich in ständiger Sorge lebe um Menschen, die mir etwas bedeuten. Eine Weile lang habe ich sogar gedacht, dass ich psychisch erkrankt bin deswegen. Man wird leicht schizophren, wenn man in ständiger Sorge lebt. Ich habe dauernd Angst um alle. Die kleinste Zufälligkeit und ich drehe durch. Deswegen rufe ich meinen Vater sofort an, wenn ich aufstehe und frage ihn ob bei ihm alles in Ordnung sei. 

Im allgemeinen Kontext ist es für mich momentan sehr wichtig mit einem geliebten Menschen zusammen zu sein. Ich habe eine harte Zeit hinter mir und stehe momentan praktisch ohne ein Zuhause da. Also will ich unbedingt ein eigenes Haus und eine eigene Familie. Ich stehe also jeden Morgen auf, gehe in die Uni, damit ich schnellstmöglich mein Diplom kriege, um dass ich schnell zum Geldverdienen komme. Ich will mir ein eigenes, kleines Zuhause ermöglichen.

Experiment: Tatiana Minakova. / Facebook

Interpretation: Roman Hoffmann. / Instagram: @romanhoffmannpoetry